RFI und France 24! Diese beiden französischen Medien sind nun untrennbar mit den Kontroversen um ihre Berichterstattung über Afrika verbunden. Ob innerhalb der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (AEWG) oder darüber hinaus – ihr Ansehen ist schwer beschädigt.
Nachdem France 24 in Burkina Faso, Mali und Niger vom Fernsehen ausgeschlossen wurde, ergreift Guinea die Initiative, den Sender einzudämmen.
Die Hohe Kommunikationsbehörde hat soeben eine formelle Rüge an die verantwortliche Person gerichtet, weil diese den Präsidenten der Republik, Mamadi Doumbouya, als „Putschisten“ bezeichnet hatte.
In dem Beschluss, der am 16. September von Präsident Boubacar Yacine Diallo unterzeichnet wurde, wird dem französischen Fernsehsender vorgeworfen, einen „unangemessenen Begriff“ für einen demokratisch gewählten Präsidenten verwendet zu haben.
„France 24 hat die Legitimität der Wahl durch die Verwendung dieses Begriffs wissentlich ignoriert“, bedauerte der Sender. Für die Aufsichtsbehörde stellt diese Praxis einen Verstoß gegen journalistische Berufsstandards dar.
Nach ihrer Überprüfung ordnete die HAC France 24 an, die als problematisch eingestuften Begriffe nicht mehr zu verwenden. Die HAC forderte die Geschäftsleitung von France 24 außerdem auf, „die notwendigen redaktionellen Korrekturen auf allen digitalen Kanälen vorzunehmen“.
Die Aufsichtsbehörde weist außerdem darauf hin, dass im Falle der Nichtbeachtung dieser förmlichen Mitteilung oder eines wiederholten Verstoßes zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden könnten.
Cheick Omar Ouedraogo
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