Senegal wird erneut auf die Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgreifen. Vertreter Dakars und des IWF haben eine Vereinbarung über eine Finanzierung von rund 2,2 Milliarden US-Dollar (knapp 1,24 Billionen CFA-Francs) für den Zeitraum 2026–2029 getroffen. Die Vereinbarung muss noch vom Exekutivrat des IWF genehmigt werden.
Mit diesen neuen Finanzmitteln will die senegalesische Regierung die Staatseinnahmen steigern, die Ausgaben besser kontrollieren und die Schuldenlast schrittweise reduzieren. Dakar plant außerdem, die Hilfen für die bedürftigsten Haushalte auszuweiten.
Dieses neue Programm kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Senegal mit einer erheblichen Staatsverschuldung konfrontiert ist. Die Situation verschärfte sich nach der Entdeckung von Schulden in Milliardenhöhe, die von früheren Regierungen nicht ordnungsgemäß deklariert worden waren. Bis Ende 2024 wurde die Staatsverschuldung auf rund 132 % des BIP geschätzt.
Die Rückkehr zum IWF erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere afrikanische Länder verstärkt auf eigene Ressourcen und regionale Finanzierung setzen. Senegal hat sich daher entschieden, die Zusammenarbeit mit der Bretton-Woods-Institution wieder aufzunehmen und gleichzeitig sein Engagement für die Stärkung seiner Staatseinnahmen zu demonstrieren.
Yolande Bazié
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