Guinea und Gambia wollen ihren bilateralen Beziehungen eine neue Dimension verleihen. Nach einem Treffen zwischen dem guineischen Präsidenten Mamadi Doumbouya und seinem gambischen Amtskollegen Adama Barrow beschlossen beide Länder, einen ständigen Dialogmechanismus einzurichten und ihre diplomatische Präsenz zu stärken, um die Einhaltung ihrer gemeinsamen Verpflichtungen besser zu überwachen.
Diese neue Struktur soll Conakry und Banjul regelmäßige Kommunikationswege bieten, um politische, administrative, sicherheitspolitische und handelsbezogene Fragen effektiver anzugehen. Die Außenministerien beider Länder wurden mit der Einrichtung dieses Mechanismus und der Eröffnung diplomatischer Vertretungen beauftragt.
Neben institutionellen Erwägungen spielte die Situation der guineischen Gemeinschaften in Gambia und der gambischen Gemeinschaften in Guinea eine wichtige Rolle in den Gesprächen. Die beiden Staatschefs beabsichtigen insbesondere, den Schutz ihrer Bürger zu stärken und die Achtung ihrer Rechte und Interessen in ihren jeweiligen Wohnsitzländern zu gewährleisten.
Das Thema ist für Guinea von besonderer Bedeutung, da dort eine große guineische Gemeinschaft in Gambia lebt. Präsident Mamadi Doumbouya lobte den herzlichen Empfang seiner Landsleute durch die gambischen Behörden sowie die Maßnahmen, die zur Förderung ihrer Integration und ihres Wohlergehens ergriffen wurden.
Die beiden Staaten wollen nun konkretere Lösungen für die Schwierigkeiten ihrer Bürgerinnen und Bürger anbieten, insbesondere im Hinblick auf Verwaltungsdokumente, Mobilität und konsularische Verfahren. Geplant ist außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit der zuständigen Behörden, um die Staatsangehörigen besser zu schützen und Menschenhandel zu bekämpfen.
Conakry und Banjul wollen außerdem die Verfahren im Zusammenhang mit der freiwilligen Rückkehr und Wiedereingliederung der betroffenen Personen erleichtern und gleichzeitig die Zusammenarbeit in den Bereichen Migration, Verwaltung und Soziales stärken.
Die beiden Staatsoberhäupter betonten die Notwendigkeit, die historischen Verbindungen zwischen den Völkern Guineas und Gambias zu bewahren. Initiativen in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung und Gemeinwesen sollten daher weiter gefördert werden, um ein Band zu stärken, das über die reinen Regierungsbeziehungen hinausgeht.
Mit diesen Verpflichtungen beabsichtigen Guinea und Gambia, von einer Zusammenarbeit, die im Wesentlichen durch offizielle Treffen geprägt ist, zu einer strukturierteren, überwachten Beziehung überzugehen, die auf die Interessen beider Völker ausgerichtet ist.
Djamila Kambou
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