Die nigrischen Behörden gaben am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, den vorläufigen Entzug der Staatsbürgerschaft von Mariama Djibrine, besser bekannt als Mayra Djibrine, bekannt. Laut einem vom Präsidenten der Republik, General Abdourahamane Tiani, unterzeichneten Dekret wird sie wegen der Verbreitung von Informationen, die geeignet sind, die öffentliche Ordnung zu stören, der Anstiftung zum Aufruhr und der Kollaboration mit einer ausländischen Macht angeklagt.
In einer Erklärung präzisiert das Generalsekretariat der Regierung, dass diese Entscheidung Teil der Anordnung zur Einrichtung einer Akte von Personen und Organisationen ist, die an Handlungen beteiligt sind, welche die strategischen und grundlegenden Interessen der Nation untergraben oder die öffentliche Sicherheit ernsthaft gefährden könnten.
Diese Maßnahme erfolgt wenige Wochen nach der Gründung der Allianz der Sahel-Demokraten (ADS) in Brüssel, einer Plattform, die sich gegen die souveränen Regierungen von Niger, Mali und Burkina Faso wendet. Die von Mayra Djibrine geleitete Organisation setzt sich insbesondere für die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung, die Abhaltung von Wahlen und die Freilassung politischer Gefangener in den Ländern der Allianz der Sahelstaaten (AES) ein.
Zur Erinnerung: Bei einem Treffen am 9. Mai in der belgischen Hauptstadt kritisierte Mayra Djibrine die Souveränitätsregierungen der drei Länder scharf. In einer Rede, die in den sozialen Medien weite Verbreitung fand, wies sie Vorwürfe ausländischer Einflussnahme gegen ihre Bewegung zurück und forderte die Freilassung des ehemaligen nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum.
Djamila Kambou
Erfahren Sie mehr über Afrika-News
Abonnieren Sie, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.






