Burkina Faso will seinen Bildungsansatz grundlegend ändern. Von den voraussichtlich 65.000 Schulabgängern im Jahr 2026 wird mehr als die Hälfte den geisteswissenschaftlichen Zweig (Serie A) besuchen, während es in den naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen nur sehr wenige erfolgreiche Absolventen gibt. Angesichts dieses Ungleichgewichts beabsichtigt Kapitän Ibrahim Traoré, die naturwissenschaftlich-technische Ausbildung deutlich zu fördern.
Am Tag der Schulexzellenz am Freitag, dem 4. September, kündigte er an, dass es möglicherweise notwendig sein könnte, einige Klassen der Jahrgangsstufe 11A zu schließen, um mehr Klassen der Jahrgangsstufe 11C zu eröffnen und zusätzliche Lehrkräfte einzustellen.
Seinen Angaben zufolge verdeutlichen die Zahlen der Abiturienten das Ausmaß des Problems. Im C-Zweig haben lediglich 571 Absolventen bestanden, im E-Zweig mit Schwerpunkt Technologie und Industrie sogar nur 38. Die Schüler des A-Zweigs stellen hingegen mehr als die Hälfte aller erfolgreichen Absolventen.
Für den Präsidenten von Burkina Faso kann das Land mit einer solchen Ressourcenverteilung nicht aufgebaut werden. Er will daher einen „Wandel“ hin zu wissenschaftlichen, technischen und akademischen Berufen einleiten.
Der literaturwissenschaftliche Studiengang wird nicht gänzlich verschwinden. Studierende dieses Studiengangs können nach ihrem Abschluss auch in eine Berufsausbildung gelenkt werden, um praktische Fähigkeiten zu entwickeln.
Yolande Bazié
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