Die Kulturminister von Burkina Faso, Mali und Niger wollen die gemeinsame Kulturpolitik der Sahel-Staaten-Allianz (AES) wiederbeleben. Bei ihrem Treffen am Montag, dem 14. September 2026, in Niamey billigten sie die Zusammenfassung der Arbeit von Experten aus den drei Ländern und beschlossen, die Stärkung des gemeinsamen Kulturrahmens bis Ende Dezember 2026 fortzusetzen.
Das Ministertreffen, das am Rande der 4. Ausgabe der Niger Cultural Industries Fair (FICNI 2026) stattfand, folgt auf zwei Tage technischer Arbeit, die von Experten aus den drei Bundesstaaten durchgeführt wurden.
Im Anschluss an die Gespräche verabschiedeten die Minister eine gemeinsame Erklärung und bekräftigten ihr Engagement, die Kultur zu einem wichtigen Instrument für Entwicklung und die Stärkung der Sahel-Identität zu machen.
Ihr Vorhaben ist Teil des kulturstrategischen Rahmens 2024-2029 mit dem Ziel, bis 2063 eine gemeinsame Identität zu schaffen.
Die drei Länder beabsichtigen insbesondere, ihr kulturelles Erbe besser zu fördern, die künstlerische und literarische Schöpfung anzuregen und gemeinsam durchgeführte Kulturinitiativen zu stärken.
Die Minister räumten jedoch ein, dass es Schwierigkeiten gibt, die die Umsetzung bestimmter gemeinsamer Projekte weiterhin verlangsamen.
Um dem entgegenzuwirken, wird eine Expertengruppe damit beauftragt, die technischen Arbeiten fortzusetzen, die gemeinsame Kulturpolitik zu konsolidieren und die notwendigen Verbesserungen bis Ende 2026 abzuschließen.
Nigers Kulturminister Sidi Mohamed Almahmoud betonte die strategische Bedeutung der Kultur für die Sahelstaaten. Seinen Angaben zufolge ist sie sowohl ein Faktor für Frieden und sozialen Zusammenhalt als auch ein Wirtschaftsmotor und ein Mittel zur Bewahrung kultureller Identitäten.
Der Minister begrüßte auch die Teilnahme seiner burkinischen und malischen Amtskollegen und ist der Ansicht, dass deren Anwesenheit die Stärkung der kulturellen Dynamik im AES-Raum widerspiegelt.
Djamila Kambou
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