Am Sonntag stürzte in Conakry ein ganzer Abschnitt der Mülldeponie Dar Es Salam ein und begrub Anwohner unter sich, die nach einem ersten Erdrutsch nach Überlebenden gesucht hatten. Bei dem Unglück, das sich nach heftigen Regenfällen ereignete, kamen mindestens 30 Menschen ums Leben und sechs weitere wurden schwer verletzt.
Die Tragödie ereignete sich, als Anwohner nach einem ersten Einsturz zur Mülldeponie eilten. Einige kletterten auf die Abfallhaufen, um nach Verschütteten zu suchen. Doch der Müllberg gab in mehreren Wellen erneut unter ihren Füßen nach und riss die Helfer mit sich.
„Die Leute waren hinaufgegangen, um nach Überlebenden zu suchen. Dann begann sich alles wieder zu bewegen“, berichtet Robert Kamano Sâa, ein Anwohner und Augenzeuge des Geschehens.
Rettungsteams wurden mobilisiert, um in den tonnenschweren Trümmern nach möglichen Überlebenden zu suchen. Mehrere Häuser in der Nähe des Unglücksortes wurden ebenfalls zerstört.
Ironischerweise sollte die offene Mülldeponie von Dar es Salam ausgerechnet am Sonntag, dem Tag der Katastrophe, geschlossen werden. Die Behörden hatten bereits mit der Evakuierung der Anwohner begonnen. Einige Familien hatten das Gebiet bereits verlassen, andere blieben zurück.
Die Zahl der Todesopfer könnte im Zuge der andauernden Suchaktionen noch steigen. Diese jüngste Katastrophe verdeutlicht auf drastische Weise die Gefahren, denen die Gemeinden in der Nähe der großen offenen Mülldeponien von Conakry ausgesetzt sind.
Yolande Bazié
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